Französisch

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

die MGS bietet zurzeit das Fach Französisch als 2. Fremdsprache ab der 6. Klasse sowie als 3. Fremdsprache (Wahlpflichtfach) ab der 8. Klasse an. Es gibt aus meiner Sicht zahlreiche Gründe unterschiedlichster Natur, die Chance zu nutzen und die romanische Sprache unseres Nachbarlandes zu erlernen.

 

  1. Interesse an einer nahezu weltweit genutzten Sprache

Die französische Sprache klingt schön und wird in weit über 30 Staaten in der ganzen Welt gesprochen. In Europa sind es zum Beispiel neben Frankreich auch Belgien, Luxemburg, die Schweiz und Monaco. Aber auch auf anderen Kontinenten ist eine Verständigung auf Französisch ohne Weiteres möglich; unter anderem in Kanada (Québec), Algerien, Marokko, Tunesien, Togo, Senegal. Dazu kommen traumhafte Inseln wie La Réunion, die Seychellen, Mauritius, Guadeloupe und Martinique, von denen einige sogar zu Frankreich, also auch zu Europa gehören, obwohl sie tausende von Kilometern entfernt liegen. In diesem Schuljahr hat eine 9. Klasse der MGS zum Beispiel Dank einer Elterninitiative eine Brieffreundschaft mit einer Klasse aus einem Collège in Lomé (Togo).

Hinter Englisch und Deutsch ist Französisch die Sprache, die im Internet am verbreitetsten ist. Und nach Englisch ist Französisch die Sprache, die am häufigsten unterrichtet wird.

Diese Staatenvielzahl und die Fakten sollen verdeutlichen, dass es nicht nur darum gehen kann, eine neue Sprache zu erlernen, sondern vielmehr versuchen wir, verschiedenste frankophone, also französischsprachige Kulturen gemeinsam kennenzulernen. Ihr versteht mehr von der Welt, erweitert Euren Horizont und sensibilisiert Euer interkulturelles Bewusstsein. Ihr seid somit auch in der Lage, Euch selbst über französischsprachige Medien (France 24, TV 5, Radio France) zu informieren.

 

  1. Französisch hilft weiter

Neben dem Verstehen fremder Kulturen hilft das Erlernen des Französischen auch auf anderen Ebenen weiter.

Frankreich ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Deutschlands und Französisch eine führende Arbeitssprache in der EU. Somit ermöglichen Fremdsprachenkenntnisse in diesem Fall bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Um ein gewisses Sprachniveau zu dokumentieren, haben sich Diplome durchgesetzt. Für das Französische ist es das DELF. Dieses könnt Ihr bereits in der Mittelstufe erlangen und zwar als Schüler der MGS zu vergünstigten Konditionen. Alles Weitere zum DELF findet ihr hier.

Französisch ist in der Oberstufe fest verankert, sowohl als Kernfach im sprachlichen Profil als auch als profilergänzendes Fach in den anderen Profilen. Wer sich also für das Fach entscheidet, dem  kann ein Platz im sprachlichen Profil kaum verwehrt werden. Solltet Ihr Euch entscheiden, neben oder nach Französisch auch noch Spanisch zu erlernen, so wird Euch vieles bekannt vorkommen und wesentlich leichter fallen (dies gilt übrigens auch für das Fach Latein).

 

  1. Frankreich erleben

Es ist kaum vorstellbar, dass Ihr nach Eurer Schulzeit nicht irgendwann einen Urlaub oder beruflichen Aufenthalt in einem frankophonen Staat verbringen werdet. Doch bereits in der Schulzeit könnt ihr französische Luft schnuppern, und zwar am Fuße der Vogesen. Seit Jahren fest etabliert ist der jährliche Austausch mit dem Lycée Marguerite Yourcenar in Erstein, nur wenige Kilometer von Straßburg entfernt. Jeweils eine Woche verbringen die Austauschpartner im anderen Land. Von den vielen unvergesslichen Momenten, die wir in den vergangenen Jahren erlebt haben, könnt Ihr Euch in der Vitrine in der Eingangshalle einen Eindruck verschaffen.

Zudem werden Brieffreundschaften mit Schülern aus Erstein und Lomé regelmäßig angeboten, ebenso Studienfahrten nach Frankreich (z. B. Provence 2013 oder Kanufahren auf der Dordogne und Paris 2015).

Wer ein noch größeres Abenteuer sucht, kann sich auch bei einem der individuellen Austauschprogramme „VOLTAIRE“ und „BRIGITTE SAUZAY“ anmelden. Bei ersterem verbringen 2 gleichaltrige 15- bis 17-jährige Schüler/innen aus beiden Ländern 1 Jahr gemeinsam, bei letzterem 6 Monate. Dabei wird die gemeinsame Zeit jeweils zur Hälfte in Deutschland und Frankreich verbracht.

Der Grundgedanke ist einerseits das möglichst umfassende Eintauchen in das Alltags- und Familienleben des jeweils anderen Landes, andererseits das Vermeiden von evtl. Nachteilen durch die Abwesenheit von der heimischen Schule.

Jährlich nutzen 2-4 Schüler/innen der Mittelstufenklassen diese Möglichkeiten.

 

  1. Moderner Französischunterricht unter Berücksichtigung von G8

Wir bemühen uns, den Unterricht so zu gestalten, dass er Spaß macht. Dazu gehören: Theaterszenen, Filmanalysen, Rollenspiele, Wettspiele zum Erlernen der Vokabeln, das Drehen eigener Kurzfilme u.v.m.

Die Lehrwerke der Klassen 6 und 7 von Klett sind extra für jüngere Schüler (G8) erstellt worden. Daher sind sie altersgemäß und sinnvoll auf das Wesentliche reduziert, um gerade in den ersten beiden Lernjahren ein angenehmes Lerntempo zu ermöglichen.

Dazu kommt eine Intensivierung des Französischunterrichts, in der Regel in der 6. Klasse. Das bedeutet, dass sich zwei Französischlehrer zur selben Zeit um eine Klasse kümmern können. So können wir gezielter fördern und haben mehr Zeit für jeden einzelnen Schüler.

Grundsätzlich soll es darum gehen – unabhängig davon, für wie viele Lernjahre sich ein Schüler entscheidet –, den Schüler kompetenzorientiert in die Lage zu versetzen, im späteren Leben möglichst bewandert mit der Fremdsprache umzugehen. Das Spektrum geht dabei vom Einkaufen beim Bäcker (im Anfängerunterricht nach wenigen Wochen) über ein Bewerbungsschreiben (gegen Ende der Mittelstufe) bis hin zu Diskussionen über Literatur oder aktuelle gesellschaftliche Phänomene oder politische Themen (in der Oberstufe).

 

Wir sagen MERCI für Euer Interesse!

(K. Bartelt, für die Fachschaft Französisch)