Kunst

Unter dem Stichwort „Wahrnehmungsgeleitetes Management“ finden sich eine Menge Hinweise, die verdeutlichen, wie wichtig die kreative Förderung unserer Kinder im Hinblick auf einen späteren Job sein kann. Aber beginnen wir von vorn:

Neurowissenschaftliche Untersuchungen verdeutlichen immer wieder die Wichtigkeit der konsequenten kreativen Förderung. Dies sollte so früh wie möglich beginnen und auch am Gymnasium weitergeführt werden.

Wissenschaft und auch zunehmend die Wirtschaft benötigen Menschen, deren Lebenshaltung kreativ geprägt ist. Die Ideen, Aspekte und Handlungsoptionen, die sich durch den Umgang mit Kunst erschließen, werden inzwischen schon zur Optimierung von Geschäftsmodellen und Unternehmensphilosophien genutzt.

Die Schülerinnen und Schüler werden im Kunstunterricht dementsprechend gezielt unterstützt. Interessen, Begabungen, Neigungen können unter fachkundiger Begleitung intensiviert und weiter entwickeln werden.

Unterschiedlichste Arbeitsbereiche stehen dafür zur Verfügung:

  • Werkbetrachtung, Kunstgeschichte, Kunsttheorie
  • Zeichnung, Malerei, Collage
  • Plastik, Objekt, Objektdesign
  • Wohnung, Architektur, gebaute Umwelt
  • Grafikdesign, Druck, Fotografie
  • Bewegte Bilder, Film/Video, Computer
  • Spiel, Bewegung, Aktion

Den Schülern soll dazu verholfen werden, selbstständig und in der Gruppe künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln, gestaltend umzusetzen, wertschätzend wahrzunehmen und in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Gestaffelt nach Altersstufen, ist die Selbstverwirklichung im kreativen Prozess dabei genauso wichtig, wie die Teilnahme an der Gestaltung der Umwelt und die Wahrnehmung der Bildsprache als Mittel der Verständigung und Beeinflussung. Darauf aufbauend wird, im Zusammenhang mit der neuen Oberstufenreform, ein musisch-ästhetisches Profil von den Fachlehrern angeboten. Dies verfolgt nicht das Ziel einer Vorbereitung auf ein Kunst- Musikstudium, sondern die Ausbildung der Kreativität und Flexibilität soll fortgeführt werden, da u.a. diese Fähigkeiten, wie zuvor schon erwähnt, von der freien Wirtschaft jetzt zunehmend als Schlüsselqualifikationen eingefordert werden. Die Schüler erwerben im fächerübergreifenden Unterricht Erkenntnisse über oder bzgl. der Einbindung von Kunst und Musik in kulturelle, historische, religiöse, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge und gleichzeitig wird ihre Wahrnehmung geschärft, Offenheit, Kreativität, Flexibilität u. a. trainiert. Eine Voraussetzung für innovatives Denken und Handeln in der produktionsnahen Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft. Daraus resultiert eine Basis, die stabilen gesellschaftlichen Stand unterstützt, da in der Wirtschaft und Wissenschaft stetig nach neuen Impulsen gesucht wird und dabei zunehmend die Potenziale der Kunst und somit des ganzheitlichen Denkens erkannt werden. Wirtschaft erfordert permanente Neugestaltung. Ihre steigende Dynamik und wachsende Komplexität stellen Unternehmer und Manager vor größte Herausforderungen. Sie sind existenziell angewiesen auf immer neue Strategien und Vorgehensweisen.
Kreative Mitarbeiter, die effizient, flexibel, innovativ arbeiten und somit Wachstum fördern, sind gefragt. Synergien zwischen Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft stehen im Fokus. Es gibt inzwischen zahlreiche Beispiele für eine gute, ergänzende Zusammenarbeit. Grundthese dieser Forschung ist, und da wären wir wieder am Anfang dieses Textes, dass die Kunst Möglichkeiten für die Entwicklung eines wahrnehmungsgeleiteten Managements birgt, welches Wirtschaftskultur konstituiert. Literatur zu diesen Themen sprießt in schneller Folge. Einige Hinweise finden Sie im Anschluss. Die frühe Förderung der Kreativität, die dann in der Orientierungs – Unter - und Mittelstufe und gezielt in der Oberstufe weiterentwickelt wird, ist eine gute Investition für die Zukunft Ihrer Kinder. Siehe dazu:

  • Michael Bockemühl und Thomas K. Scheffold : Das Wie am Was, Das Kunstkonzept von Droege & Comp - 1. Auflage, Frankfurt am Main 2007
  • Klaus Heid und Ruediger John: Transfer, Kunst Wirtschaft Wissenschaft – 1. Auflage, Baden – Baden 2003
  • Chodzinski, Armin: Kunst und Wirtschaft. Peter Behrens, Emil Rathenau und der Dm Drogerie Markt – Kulturverlag, Kadmos, 2007
  • Stocker, Gerfried: Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft bedingen einander – Interview Frauenhofer Institut, Medienkommunikation, 2. Dezember 2004
  • Prof. Dr. Dr. Spitzer: Die Neurowissenschaft könnte unser Lernen und Bildungssystem verändern – Gefühle sind zum Lernen da – Marienhöher Impulse, Stimme der Hoffnung, Darmstadt Erfolgreich Lernen in Kindergarten und Schule, Müllheim/ Baden 2006  

Regina Weber (Fachleitung Kunst)