We passed PASS

Zehn Schüler aus dem zwölften Jahrgang erarbeiteten sich über acht Wochen den ersten Platz bei P.A.S.S (Project Award Schleswig-Holsteiner Schulen): Sie gewannen 600 € für ihre Studienfahrt.

Als im April Klassenlehrer Peter Hollmann vom Anschreiben der Fachhochschule Westküste in Heide erzählte, hielt sich das Interesse noch in Grenzen. Bei dem Wettbewerb, unterstützt von GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., ging es um das Erlernen von Arbeitsweisen des Projektmanagements und es gab Geldpreise in Höhe von 1500 € zu gewinnen. Hollmann hatte die Planung und Organisation der Studienfahrt nach Krakau (Polen) im Juni 2012 als Projekt festgelegt. Von aber schließlich sieben Freiwilligen wurden fünf ausgelost und zur ganztägigen Auftaktveranstaltung am 6. Mai geschickt. Die Beruflichen Schulen Husum, das Lornsengymnasium aus Schleswig und das Brunsbüttler Gymnasium nahmen mit ganz unterschiedlichen Projekten ebenso teil. Bei der Veranstaltung lernten die Schüler an einem fiktiven Projekt vielfältige und unterschiedliche Methoden und Werkzeuge des Projektmanagements kennen. Aufgabe war es, in den kommenden acht Wochen mit diesen an dem eigenen Projekt zu arbeiten und am Ende der dritten sowie der fünften Woche einen ausführlichen Zwischenbericht mit Arbeitsergebnissen und Stundenprotokollen einzuschicken. Das PASS-Team unter der Leitung von Professor Doktor Steffen Rietz, Studiengangleiter Management und Technik der Fachhochschule, gab innerhalb kurzer Zeit ein umfangreiches Feedback. Während der Wettbewerbszeit hatten die verschiedenen Projektgruppen keinen Kontakt untereinander, also keine Vergleichsmöglichkeiten der Leistungen. Der Ehrgeiz und Wettkampfgedanke der zehn engagierten Schüler wuchs. Von der Rollenverteilung innerhalb der Gruppe bis hin zu einer detaillierten Analyse möglicher Risiken bei der Reise reichten die Arbeiten. Hollmann verschaffte der Gruppe viel Arbeitszeit während des regulären Unterrichts, aber einiges musste auch noch in der Freizeit getan werden. Gruppenleiterin Jessica Peters sagte: „Gerade in den Wochen, in denen die Zwischenberichte einzusenden waren, lastete der Druck auf der Gruppe noch stärker.“

Bei der Abschlussveranstaltung am 1. Juli sollte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor einer sechsköpfigen Jury aus Professoren und Studenten vortragen. Die Präsentatoren durften nicht auf der Auftaktveranstaltung gewesen sein, damit die Transfervermittlung des Erlernten innerhalb der Gruppen gewährleistet war. Für die Gruppe anfangs nicht ersichtlich, stellte sich später heraus, dass auf Basis der Zwischenberichte während der Projektlaufzeit bereits eine Vorentscheidung getroffen worden war. So kam es am Finaltag nicht mehr zur Ergebnispräsentation aller Teams, sondern zum Finale zwischen dem Team „NaWi“ der Lornsenschule mit einem gemeinnützigen Projekt und der MGS.

Team NaWi des Lornsengymnasiums aus Schleswig MGS-Schülerinnen und -schüler mit der Jury

Nach den Vorträgen stand die Entscheidung bald fest: Die Schüler der MGS gewannen den ersten Platz, die Schleswiger den ebenso hochprämierten zweiten. Im nächsten Jahr soll der zum ersten Mal von der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e.V. (GPM) ausgelobte Wettbewerb, der in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule veranstaltet wurde, erneut stattfinden und die zehnköpfige Gruppe wird die neuen Bewerber unterstützen.


obere Reihe v. l.: Matthias Hinrichs, Lena Feuss, Lara Steyer, Peter Hollmann, Jessica Peters, Laura Vohr;
untere Reihe v. l.: Jasper Ibs, Niclas Meyer, Jan-Hendrik Franßen, Johann Julius Beeck, Arne Meyer

 

Von: Lena Feuss

 

Die Fotos wurden im Auftrag von GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. gemacht.